Erschöpfung und Burnout
Der Punkt, an dem auch ein freies Wochenende nichts mehr ändert – und der Gedanke an Montag am Freitagabend beginnt.
Was der Körper trägt, hat meist eine Geschichte.
Manche Anspannung löst sich unter den Händen. Manche nicht – weil sie an etwas hängt, worüber lange niemand gesprochen hat. Für diesen Teil gibt es hier einen eigenen Raum.
Körper und Psyche
In der Osteopathie taste ich seit Jahren Gewebe ab, das mehr erzählt als eine Diagnose. Die psychotherapeutische Arbeit ist die zweite Hälfte derselben Frage: Was hält dich gerade – und was hält dich fest?
Dauerstress bleibt selten im Kopf. Er sitzt im Zwerchfell, im Kiefer, zwischen den Schulterblättern. Wer das nur mechanisch behandelt, löst die Spannung – und findet sie drei Wochen später wieder.
Nach einem Verlust, einer Trennung oder einer langen Überforderung braucht es keine bessere Technik, sondern jemanden, der zuhört und mitdenkt. Handarbeit hat da ihre Grenze, und die benenne ich lieber, als sie zu übergehen.
Wenn Worte für etwas gefunden sind, das jahrelang nur ein Gefühl war, ändert sich die Atmung, bevor sich die Meinung ändert. Das ist keine Esoterik, sondern täglich zu beobachten.
Kein Muss, keine Vorgabe, wie tief es gehen soll. Manche kommen für drei Gespräche und haben, was sie brauchten. Andere bleiben länger. Beides ist in Ordnung.
Wobei ich begleite
Du brauchst kein fertiges Thema und keine Diagnose. Ein Satz reicht, um anzufangen.
Der Punkt, an dem auch ein freies Wochenende nichts mehr ändert – und der Gedanke an Montag am Freitagabend beginnt.
Herzrasen, Enge, das Gefühl, gleich die Kontrolle zu verlieren. Wir schauen an, was den Alarm auslöst, und üben, ihn zu regulieren.
Wenn ein Ereignis alles verschiebt und der Alltag trotzdem weiterläuft, als wäre nichts gewesen.
Trauer hat kein Zeitfenster und keine richtige Form. Hier darf sie den Platz haben, den sie im Alltag selten bekommt.
Gedankenschleifen, die sich um drei Uhr morgens am schnellsten drehen. Wir suchen den Ausstieg, nicht den Aus-Knopf.
Immer verfügbar, immer verständnisvoll – und irgendwann leer. Grenzen lassen sich üben, auch spät.
Beschwerden, für die alle Untersuchungen nichts finden. Das heißt nicht, dass sie eingebildet sind – nur, dass die Ursache woanders liegt.
Beruf, Beziehung, Rolle. Manchmal geht es nicht um ein Problem, sondern um eine Entscheidung, die reifen darf.
Ablauf
Ziehen oder wischen
Etwa 15 Minuten, kostenfrei. Du erzählst grob, worum es geht, ich sage dir ehrlich, ob ich die Richtige bin – oder wer besser passt.
Wir nehmen uns Zeit für deine Situation, deine Vorgeschichte und für die Frage, was sich verändern soll. Am Ende weißt du, wie eine Zusammenarbeit aussehen würde.
Aus einem diffusen „mir geht es schlecht“ wird etwas Benennbares. Wir sortieren, was zusammengehört, und legen ein realistisches Ziel fest.
Gespräch, Übungen für den Alltag, bei Bedarf körperorientierte Anteile. Zwischen den Terminen probierst du aus, in der Sitzung schauen wir, was es gebracht hat.
Nach etwa fünf Sitzungen halten wir bewusst an: Was hat sich bewegt, was nicht, und lohnt es sich weiterzumachen? Diese Frage stelle ich, nicht du.
Ein Abschlussgespräch, in dem wir festhalten, was dir geholfen hat und woran du merkst, dass du wieder Unterstützung brauchst. Die Tür bleibt offen.
Zum Mitnehmen
Ein längeres Ausatmen als Einatmen bremst den Sympathikus – das ist der Teil des Nervensystems, der bei Anspannung Gas gibt. Die Übung kostet nichts, funktioniert im Wartezimmer wie im Stau und ist oft das Erste, was ich mitgebe.
Wenn dir schwindelig wird oder es unangenehm ist, hör einfach auf und atme normal weiter. Die Übung ersetzt keine Behandlung.
Womit ich arbeite
Die Basis. Zuhören, nachfragen, Widersprüche benennen – ohne zu bewerten und ohne fertige Ratschläge.
Wahrnehmung von Anspannung, Atmung und Haltung. Hier zahlt sich aus, dass ich Gewebe seit Jahren lese.
Kurze, alltagstaugliche Übungen, die das Nervensystem herunterfahren, wenn Gedanken es nicht schaffen.
Was hat dich früher getragen? Vieles davon ist noch da, nur gerade nicht greifbar.
Innere Bilder als Zugang zu dem, wofür es noch keine Worte gibt – behutsam und immer freiwillig.
Rahmen
Eine Sitzung dauert 60 Minuten. Zu Beginn meist wöchentlich oder alle zwei Wochen, später in größeren Abständen. Termine ausschließlich nach telefonischer Absprache.
Abrechnung als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Das Vorgespräch am Telefon ist kostenfrei. Konkrete Beträge nenne ich dir gerne persönlich.
Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Manche privaten Zusatzversicherungen mit Heilpraktiker-Leistung beteiligen sich – frag das vorab konkret bei deiner Versicherung nach.
Alles, was in diesem Raum gesagt wird, bleibt hier. Ich unterliege der Schweigepflicht und gebe ohne deine schriftliche Zustimmung nichts weiter – auch nicht an Ärzte oder Angehörige.
Bitte spätestens 24 Stunden vorher absagen. Danach muss ich den Termin berechnen, weil die Zeit für dich reserviert war.
Ich arbeite auf Grundlage der Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. Die geschützte Berufsbezeichnung „Psychotherapeutin“ im Sinne des Psychotherapeutengesetzes führe ich nicht.
Diese Arbeit ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung und keine Richtlinienpsychotherapie. Bei schweren Depressionen, Suchterkrankungen, Psychosen oder akuter Selbstgefährdung ist eine fachärztliche Behandlung der richtige Weg – ich sage dir das offen und helfe beim Weitervermitteln.
Wenn es dir gerade akut schlecht geht, warte nicht auf einen Termin. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Der ärztliche Bereitschaftsdienst hat die 116 117, in Notfällen wähle die 112.
Der erste Schritt
Du musst nichts vorbereiten und nichts erklärt haben. Melde dich, wenn du merkst, dass es Zeit ist – den Rest klären wir gemeinsam.